Zahnarztpraxis Luthardt
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Parodontitisbehandlung in der Zahnarztpraxis Luthardt


Parodontitis - Entzündung des Zahnhalteapparates

Die Parodontitis (in der Umgangssprache als Parodontose bezeichnet) ist die häufigste Ursache für den Verlust der Zähne. Sie wird durch Bakterien verursacht, die sich im Zahnbelag befinden. Eine regelmäßige und vor allem sorgfältige Zahnpflege mit Entfernung des Zahnbelages auf Zähnen und Zahnfleisch ist der beste Schutz gegen Karies oder Parodontitis

Zahnbelag ist ein für das menschliche Auge fast unsichtbarer Bio-Film, der auf der Zahnoberfläche fest anhaftet. Bei der täglichen Pflege sollte dieser Belag regelmäßig morgens und besonders abends entfernt werden. Hierzu werden Zahnbürste und Zahnpasta, sowie in der Regel Zahnseide benutzt. Nur so wird der Zahn rundherum sauber und alle Flächen, besonders auch die Zahnzwischenräume gereinigt.

Dieser unsichtbare Bio-Film kann mit Farbstoffen sichtbar gemacht werden. Verbleibt der Zahnbelag, der Millionen von Bakterien enthält, für eine längere Zeit auf dem Zahn oder am Zahnfleischrand, so führt das zunächst zu einer Entzündung des angrenzenden Zahnfleischbereiches. Dieser schwillt an, ist stark gerötet und führt zu Zahnfleischbluten. Da meist keine Schmerzen auftreten, ist das Bluten ein ernstzunehmendes Alarmsignal.

Bleibt diese Entzündung längere Zeit bestehen, entsteht eineParodontitis. Weitreichende Schäden um den Zahn herum sind die Folge. Der Zahnhalteapparat, d.h. der Knochen , in dem der Zahn verankert ist, wird durch die Entzündung zerstört. Das Zahnfleisch geht zurück, da es nicht mehr vom Knochen gestützt wird. Es entsteht eine Zahnfleischtasche. Der Zahn wird locker bis er später, nach der vollständigen Zerstörung seines Halteapparates, ausfällt oder gezogen werden muß.
Patienten mit einer Parodontitis, leiden oft unter starkem und unangenehmem Mundgeruch. Dieser ist oftmals störend für das Umfeld wie den Partner und die Familie. Nach der Behandlung stellt sich ein frischer Atem von selbst wieder ein.

Somit ist es sehr wichtig die Warnsignale so früh wie möglich zu erkennen:

  • Zahnfleischbluten
  • Zahnlockerung
  • Mundgeruch

Wer solche Symptome bei sich feststellt, sollte uns aufsuchen. Wir können durch eine gründliche Untersuchung, durch Ausmessen der Zahnfleischtaschen und eine Röntgenaufnahme feststellen, ob eine Parodontitis vorliegt und vor allem wie weit diese schon fortgeschritten ist.


Die Gefahr bei der Parodontitis ist, daß für den Laien das Zahnfleisch noch scheinbar gesund aussieht, da es noch nicht zurückgegangen ist. Trotzdem können bereits tiefe Zahnfleischtaschen und Defekte im Knochen vorhanden sein.
Die Zahnfleischerkrankungen können Menschen jeden Lebensalters treffen, junge Menschen in der Pubertät, bis ins hohe Alter.
Je frühzeitiger eine Parodontitis erkannt wird , um so besser sind die Heilungschancen.

Die Behandlung einer Zahnfleischerkrankung baut sich immer aus drei Abschnitten  auf:

1. Vorbehandlung:
Zunächst wird abgestimmt auf die individuelle Situation die richtige Putztechnik besprochen und demonstriert, sowie die Pflege der Zwischenräume und Nischen geübt. Daneben erfolgen professionelle Zahnreinigungen, um die Zahnbeläge schon zu einem großen Teil im sichtbaren Bereich zu entfernen. Diese Behandlungsschritte werden von speziell ausgebildeteten Praxismitarbeiterinnen (Fachschwester) übernommen.

Bei schweren und weit fortgeschrittenen Parodontitis-Formen kann eine Analyse der Erregerbakterien im Labor durchgeführt werden. Der Zahnarzt nimmt dazu Speziallabore in Anspruch. Diese Laboratorien können untersuchen, ob ein Befall mit besonders aggressiven Parodontitiskeimen vorliegt.

2. Die systematische Taschenbehandlung:
Sie erfolgt unter lokaler Betäubung. Hierbei werden die vertieften Zahnfleischtaschen von Bakterien, Zahnstein und Belag gesäubert. In weiter fortgeschrittenen Fällen können verschiedene Behandlungsmethoden eingesetzt werden, um die Erkrankung zu stoppen. Zu diesen modernen Methoden gehören die Anwendung von Medikamenten direkt in der Zahnfleischtasche sowie Techniken mit Membranen, mit denen Knochen wiederaufgebaut werden kann.

Als Folgebehandlungen können auch Zahnfleischverpflanzungen oder Verschiebungen sinnvoll sein, um freiliegende Zahnhälse wieder zu decken und ein ästhetisch schönes Ergebnis zu erzielen.

3. Die Nachsorge:
Sie ist entscheidend für den Behandlungserfolg, denn die Bakterie siedeln innerhalb von etwa 4 Monaten wieder auf den gereinigten Zahn- und Wurzeloberflächen an.  Der Parodontitis-Patient sollte darum regelmäßig alle 3-5 Monate Zähne und Zahnfleisch kontrollieren und eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt durchführen lassen. Die Nachsorge nach einer Parodontitisbehandlung wird in erster Linie von der Fachschwester durchgeführt.

Am wichtigsten für den Erfolg der Behandlung ist die eigene, gute und regelmäßige Pflege zu Hause und die regelmäßige Zahnreinigung in unserer Praxis im Abstand von etwa vier Monaten.

Weitere Informationen finden Sie unter www.parodontologie-berater.de